SEQUENT-DIRECT-INJECTION (SDI) der Firma BRC

BRCSDI

Bei der „Sequent-Direct-Injection (SDI)-Gasanlage“, handelt es sich um ein sequentielles Gaseinblassystem, welches für Fahrzeuge mit Benzin- Direkteinspritzmotoren (z.B. FSI), konzipiert wurde.

Der Aufbau dieser Autogasanlage, basiert auf dem bestehen „SEQUENT-System“, wobei die Haupteigenschaften erhalten blieben. Die aufeinander abgestimmten Komponenten sowie die einfache Montage, lassen eine leichte Installation und Programmierung der Gasanlage zu.

Die Gaseinblasung erfolgt wie bei den anderen Systemen der „SEQUENT- Familie“ im Ansaugkrümmer, die Benzineinspritzung hingegen erfolgt direkt in den Verbrennungsraum.

Das „SDI-System“ ist auf die einzelnen Motortypen abgestimmt und findet Ihre Verwendung in Fahrzeugen mit 4 oder 6 Zylinder Motoren. Es kann für Saugmotoren und auch für aufgeladene Motoren mit der Höchstleistung bis 200 KW, verwendet werden.

Für die „SDI-Gasanlage“ wurde ein spezielles Steuergerät entwickelt. Hierüber werden die Funktionen der Emulation und der zyklischen Einschaltung von Benzineinspritzdüsen realisiert. Aufgrund dieses Einspritzverfahrens wird die Kühlung der Benzineinspritzdüsen gewährleistet, damit es zu keinen Beschädigungen kommen kann. Um die einwandfreie Funktion der Gasanlage für diese komplexen Benzin-Direkteinspritzmotoren zu realisieren, musste die Elektronik des Gassteuergerätes neu entwickelt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch ein spezieller Algorithmus für die Programmierung zugrunde gelegt. Dadurch kann in allen Fahrbedingungen die richtige Ablesung der Daten des Benzinsteuergerätes erfolgen und eine genaue Anpassung des Gemischverhältnisses im Gasbetrieb garantiert werden.

Bauteile der Sequent-Direct-Injection Gasanlage:
Autogastank und Multiventil,
Elektroventil GPL ET98,
Verdampferdruckminderer: Genius Max oder Genius MB.
Einspritzedüsen: IN03,
Gastemperatursensor: in der Leiste integriert,
Drucksensor,
elektrisches Steuergerät: Fly SF – SDI,
neuer Wahlschalter „push-push“ mit Füllstandsmessgerät und Hörmelder.

Alle Bauteile dieses Gassystems besitzen eine gültige Typengenehmigung nach der ECE-Regelung (R67/1). Weiterhin besteht die Freigabe der Bestimmungen über die elektromagnetische Kompatibilität (2004/104/WE). Die „Sequent-Direct-Injection Gasanlage“ arbeitet nach dem Reihen- bzw. Master/Slave-Prinzip. Die einzublasende Gasmenge pro Zylinder wird durch die Einblaszeiten, welche durch das Gassteuergerät ausgegeben werden, errechnet. Diese ermittelten Zeiten werden in Gaseinblaszeiten umgewandelt und berücksichtigen den Gasdruck und die Gastemperatur. Die SDI-Gasanlage reguliert auf diese Art und Weise die Gasverbrennung und arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie das Benzinsteuergerät.

Bei der SDI-Gasanlage werden alle Lastbereiche des Motors erfasst und ausgewertet, dieses gewährleistet die Einhaltung des stöchiometrischen Gemisches. Hierdurch erfolgt eine optimale Kompatibilität zu jedem Motortyp, wobei die gesetzlich geforderte Eigendiagnose des Motormanagement im vollen Umfang erhalten bleibt.

Der neue Betriebswahlschalter lässt sich aufgrund seiner geringen Abmaße gut im Bereich der Armaturentafel integrieren. Hierüber erfolgt die Zuschaltung der Gasanlage bzw. das Umschalten zwischen Benzin- und Gasbetrieb. In der Kaltlauf-/Warmlaufphase wird der Motor mit Benzin betrieben. Nachdem Erreichen der notwendigen Umschalttemperatur am Druckminderer sowie eines optimalen Betriebszustandes des Motors (Motordrehzahl, Ansaugkümmerdruck), wird auf Autogasbetrieb umgeschaltet, ohne das eine Funktions-beeinflussung des Benzin-Motormanagement hervorgerufen wird. Bei Unregelmäßigkeiten im Gasbetrieb schaltet das Gassteuergerät, zum Schutz des Motors, automatisch in den Benzinbetrieb.

Bauteilbeschreibung des SDI-Gassystems

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Verdampfer Genius MAX Sequent TH20 GPL Einstufige Membrane-Bauweise Druckregler (geregelter Druck): 150 kPa in Bezug auf den Ansaugkrümmerdruck Reinigung nicht erforderlich Höchstleistung der Versorgung mit dem SDI-System: 200kW Homologierung: R67-01

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Verdampfer Genius MB TH20 Einstufige Membrane-Bauweise Druckregler (geregelter Druck): 80kPa, 120kPa oder 150kPa in Bezug auf Ansaugkrümmerdruck Reinigung nicht erforderlich Höchstleistung der Versorgung mit dem SDI-System: 160kW Homologierung: R67-01

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Elektronisches Steuergerät SDI Mikro- Autokontrolleur 16 Bit 40 MHz Arbeitstemperatur: -40°C + 105°C Dichtheitskontrolle durch Tauchen Befolgen von den Autovorschriften über die Verhütung von Verunreinigungen und Zuleitung/Auspuff Meldungen Arbeitsdruck: 8 V÷ 16 V Sensor- und – Servomotorsystem für die Diagnose gemäß der EOBD- Norm Kommunikation und Programmierung mit PC per K Linie bedient das Kommunikationsprotokoll KWP2000 bedient die Kommunikation CAN 2.0 Erfüllt die EMC – Anforderungen Steuert bis zu 6 Einspritzdüsen an. Abschaltung und Emulation der Einspritzdüsen integriert Homologation: R67-01-2004/104/CE

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Wahlschalter „Push-Push“ Monostabiler Umschalter SMD ø äußere Maße 26 mm Möglichkeit der Montage: durch Einbau in ein Loch ø 23 mm, äußere Abmessungen 2 mm innere auf der Schalttafel im Loch ø 14 mm äußere Abmessungen 9 mm Hörmelder (Buzzer) 4 rote Dioden zum Niveauanzeigen 1 Diode zweifarbig grün-rot zum Anzeigen von Versorgungsart (Gas/ Benzin)

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Einspritzdüse BRC „IN03″ Öffnen und Schließen ohne Reibung Impedanz: 2,04 Ohm/2,35 mH bei 20ºC Temperatur: -40 ºC ÷ 120 ºC Spannung: 6V÷16V Dichtheit: Gummi auf Metall

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Gastemperatursensor
Gewicht: 17 Gramm
Abmessungen: ø=22 mm, h=54 mm mit Fassung/Spannfutter
Steckdose integriert
Arbeitstemperatur -40ºC + 120ºC

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Gasdrucksensor P1 Gewicht: 160 Gramm Abmessungen: 28,2 mm 62,7 mm 74, 3 mm Druckbereich: 0 ÷ 2,5 Bar Steckdose integriert Genauigkeit 1,5% F.S Arbeitstemperatur -20ºC÷120ºC Ausgang 0÷ 5V

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Gasfilter FJ1 HE Filter mit Einsatz Verluste der Belastung 35kP bei Q=1800 Nl/h der Luft 75 Filtrierungsgrad: ß10 Homologation: R67-01; R11