Sequentielles Gas-Einspritz-System für Direkteinspritzer-Motoren

Der niederländische Hersteller Prins Autogassystemem B.V. hat bereits seit 2010 ein sequentielles Gas-Einspritz-System für Direkteinspritzer-Motoren im Programm. Die Abkürzung VSI-DI steht für „Vapour Sequential Injection – Direct Injection“. Das VSI-DI-System ist das erste auf dem Markt verfügbare System gewesen, dass es ermöglichte, die neuste Generation der Direkteinspritzer-Motoren auf Autogas umzurüsten.

Sequentiell bedeutet, dass eine geringe Menge Benzin, in diesem Fall etwa 10%, beigemischt wird, um die Benzindüsen, die sich bei einem Direkteinspritzer-Motor direkt im Brennraum befinden, sowie weitere Komponenten auch im Gasbetrieb ausreichend kühlen zu können. Zwar wird dadurch sowohl beim Zünden des Motors als auch während der Fahrt immer ein kleiner Teil teures Benzin verbraucht, allerdings erspart man sich so – im Gegensatz zu reinen Gasanlagen ohne Benzinverbrauch – das ansonsten regelmäßig notwendige Leerfahren des Tanks, um das Altern des Benzins zu verhindern.

Das VSI-DI-System erfasst den Kraftstoffdruck, wodurch sich die Autogasanlage automatisch an den jeweiligen Benzindruck anpasst. Es besteht außerdem die Möglichkeit, das VSI-DI-System an das CAN-Bus-System anzuschließen.

Das Prins VSI-Di-System eignet sich zur Ausstattung vieler FSI- und TSI-Motoren der VAG-Gruppe.