Modernes Gas-Einspritz-System für Direkteinspritzer-Motoren

Beim Prins VSI 2.0-DI handelt es sich um die Variante des Prins VSI 2.0 für Direkteinspritzer-Motoren. VSI-DI steht für “Vapour Sequential Injection – Direct Injection”.

Das System baut auf das Prins VSI 2.0-System auf und es sind dieselben Komponenten verbaut. Im Gegensatz zum vollsequenziellen VSI-System handelt es sich dabei nicht um ein universelles System, sondern um ein „dedicated system“. Die Software wird also individuell an das jeweillige umzurüstende Fahrzeugmodell angepasst.

Das flüssige Autogas wird mittels eines Verdampfers gasförmig gemacht und anschließend mit Injektoren in den Ansaugtrakt geblasen. Zusätzlich wird, anders als bei der VSI 2.0-Anlage, eine geringe Benzin eingespritzt, um die Benzin-Injektoren, die sich bei einem Direkteinspritzer-Motor direkt im Brennraum befinden, sowie weitere Komponenten kühlen zu können. Ein weiterer Vorteil ist die laufende Schmierung von Ventilen und Ventilsitzen in der Autogasanlage, was Zusatzadditive, wie z.B. das Flashlube, überflüssig macht. Zwar wird dadurch sowohl beim Zünden des Motors als auch während der Fahrt immer ein kleiner Teil teures Benzin verbraucht, allerdings erspart man sich so – im Gegensatz zu reinen Gasanlagen ohne Benzinverbrauch – das ansonsten regelmäßig notwendige Leerfahren des Tanks, um das Altern des Benzins zu verhindern.

Das VSI 2.0-DI-System erfasst außerdem den Kraftstoffdruck, wodurch sich die Autogasanlage automatisch an den jeweiligen Benzindruck anpasst. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, das VSI-DI-System an das CAN-Bus-System anzuschließen.

Das Prins VSI-DI 2.0-System eignet sich zur Ausstattung sämtlicher VAG-Fahrzeuge (Volkswagen, Audi, Seat und Skoda) sowie PSA-Fahrzeugen (Peugeot, Citroen und Mini Cooper) mit einem EP6CDT/5FV-Motor.